Konkurrenzbeobachtung: Blick in den Spiegel

Wenn einTrend so richtig heiss ist, dass es überkocht wie Popcorn, dann, ja dann schafft er es sogar in ein hochseriöses wahrheitsverpflichtendes Medieum wie den SPIEGEL.
Sie lesen Ironie? Totaler Quatsch! Radfahren ist gerader der Trend und wird (wie der Startrekminister zu sagen pflegt) unsere Mobilität 4.0 revolutionieren. Mindestens! Deswegen hat der SPIEGEL einen Veloblog auf seinen SPON-Seiten eingerichtet und sich damit an die Speerspitze der Bewegung gesetzt, damit ist der velomatischen Zukunft der direkte Weg in den Himmel quasi butterweich gepflastert.

Sehen Sie es mal so: Wenn selbst der halbamtliche SPIEGEL aus dem nüchternen und kühlen Norden entdeckt, dass das Velo ein ernstzunehmendes Fortbewegungsmittel ist, dann muss da wirklich etwas dran sein. Da wollen wir auch keineswegs in erbsenzählerischer Manier darauf hinweisen, dass es beim „Tagesanzeiger“ in Zürich oder beim „Standard“ in Wien derartiges schon deutlich länger gibt. Diese beiden sind übrigens wirklich einen Blick wert. Merken Sie was? Das sind beides Tageszeitungen, jaja, Sie haben recht, auch eine Süddeutsche müht sich redlich, dem Trend (so er denn einer sein sollte) hinterherzurennen, online wie offline, aber das wöchentliche Politikmonster aus Hamburg braucht vielleicht aufgrund seiner Wochenfixierung einfach noch etwas länger? Die veröffentlichte Meinung oder Tatsachendarstellung muss ja gerade heutzutage wohlüberlegt sein, nicht das hinterher noch eine Radfahrerpartei entsteht…

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