Blätterrauschen: Wie der Herr…

…so das Gescherr. Sagt der Volksmund ja gerne.

Da wundert sich noch jemand, dass die LenkerInnen von KFZ so sind wie sie sind? Mal unabhängig davon, dass man eine rote Ampel nicht überfahren darf: aber sich praktisch wortwörtlich dafür von den Ordnungshütern überfahren lassen zu müssen, kann ja wohl auch nicht die Lösung sein. Andererseits, woher sonst haben Hinz & Kunz ihre Allüren beim Lenken eines KFZ gegenüber den Velocipisten? Leider muss man wohl sagen: Von gar nix, kommt auch gar nix.

In ironischer Weise dazu passend das Interview mit Sebatian Fiedler vom BDK, der im DLF-Interview über Terrorismus am 10.10. sagte, es sei viel wahrscheinlicher auf dem Fahrrad einen tödlichen Unfall zu erleben, als durch einen terroristischen Anschlag getötet zu werden. Man könnte jetzt auch das Wort im Munde herum drehen und sagen: Autofahren ist schlimmer als Terrorismus, Führerscheinbesitzer gehören in Vorbeugehaft. Das ist nur zu Ihrem Besten!

Schliessen wir mit dem Tagesspiegel, der ein sog. „eMobility-Summit“ veranstaltet mit der Leitfrage „Wie kommt Autodeutschland an den Strom?“. Was das ist, was soll das? Tja, das wird man sich angesichts der Rednerliste fragen dürfen, wenn man nicht einen einzigen Verfechter des Velocipismus dabei antrifft. Vielleicht sind aber E-Räder auch einfach nur eine schöne Illusion und am Ende gar nicht elektrisch? Fragen, die bei dieser Veranstaltung bestimmt nicht gestellt werden, aber Hautpsache der Tagesspiegel kann sein Logo darüber halten und hoffen, dass es nicht von jedem als ziemlich hohle Werbung erkannt wird. Genauer: Werbung für einen Zustand, der suggeriert, dass mehr Konsum irgendwann zu einer besseren Welt führen wird. Genauso wie man von zuviel Spülmittel schwanger werden kann.

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