Si tacuisses, philosophus mansisses

Es wird ja allerlei geredet und das in schriftlicher Form, viele nennen das Test, viele andere Mummenschanz.

Alle möglichen Velos werden an allen möglichen und unmöglichen Stellen und Publikationen getestet, so sehr und so hart, dass der Autor aufgehört hat, das alles auch nur ansatzweise wahrzunehmen und für sich zu evaluieren. Wenn ich etwas von einem Velo wissen will, dass mich interessiert, schaue ich ob ich einen Händler finde der es hat und falls es juckt unter den Füssen, mache ich eine Probefahrt. Ein besonders tolles und investigatives Beispiel wollen wir aber keinesfalls vorenthalten, schliesslich kommt es von Manager Magazin, selbiges gehört zum Spiegel-Verlag, da muss also eine geballte KompetenzKompetenz für das Velo vorhanden sein! Zum Bericht einfach auf den Link klicken.

Hersteller und Typ des Rades sind eigentlich egal, es muss einzigartig, sperrig sein. Manager stehen auf so etwas, damit wollen sie Trondheim-Oslo fahren. Oder gleich um die ganze Welt, wenn sie diese zuvor dank ihrer Produkte gerettet haben. Ehrlich gesagt, das Specialized AWOL ist ein tolles Rad, aber warum es das ist, weiss man eigentlich nicht durch lesen des Berichts, sondern nur, wenn man es gefahren ist. Alle anderen müssen halt schöne Bilder gucken.

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2 Antworten zu “Si tacuisses, philosophus mansisses

  1. Ich fand das Awol nix besonderes. Ist halt ein Fahrrad, das iregndwie scheinbar unscheinbar als Hip-Produkt gelten möchte.
    Weltenbummler-Bike für große Jungs die schon bei einem Schauer wieder in die Benzklasse flüchten würden und warscheinlich ohne Navi nicht mal den Weg von der Haustür zum Büro finden.

  2. Ganz schlecht ist es nicht,

    natürlich für mich zu klein, aber da erwarte ich grundsätzlich wenig 😉 Erstaunlich finde ich, wie sehr „klassische“ Medien versuchen irgendwie krampfhaft vom „Fahrradboom“ zu profitieren und dafür war das Beispiel einfach zu schön. Das hat schon fast Autoprosa…

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