Blätterrauschen: 1.200.000.000

Das ist die dieses Jahr erreichte Zahl privater KFZ weltweit. Mit den Augen der Industrie betrachet, hat „erst“ jedeR achte bis neunte ErdenbürgerIn ein eigenes KFZ, gegenüber mehr als jedeR Zweiten/r in Deutschland und Westeuropa. Da ist also noch ordentlich Luft nach oben, durch diese Brille besehen. Den aktuellen Zählerstand findet man hier.

Die „taz“ vom vergangenen Wochenende stellt die Frage nach dem Warum und Wieso und was es eigentlich bedeutet, individuelle Mobilität nur KFZ-zentriert zu denken. Das ist lesenswert und man kann es komplett online nachlesen wenn man will.

Jenseits aller modischen Hypes um vierrädrige Elektromobilität kann man sich einfach mal überlegen, wie es denn aussähe in der Welt und auch vor der Haustür, wenn die Träume der Automobilbauer wahr werden. Es steht zu befürchten, dass eine solche Welt nicht unbedingt lebenswerter als die Derzeitige sein wird.

Es wird niemand deswegen sein Auto sofort dem Schrott überantworten, genauso wie niemand nach derzeitigem Stand gezwungen werden wird sein KFZ stillzulegen. Ja, man darf Auto fahren sogar toll finden! Wer aber heute noch einzig und allein mit dem KFZ das Versprechen von Freiheit und unbegrenzter Mobilität versucht einzulösen, dessen Wahrnehmung grenzt schon fast an Realitätsverweigerung.

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