WMDEDGT 04/2016

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Frage ich mich mindestens so oft wie Familie Brüllen.

Der Tag fängt an. 4 Uhr? 5 Uhr? Keine Ahnung, vielleicht war es auch 3, jedenfalls rotiert ein ausgewachsenes Wildschwein im Bett, rotiert mit seinen Armen und hält die beiden anderen mehr oder weniger menschlichen Wesen ordentlich auf Trab. Schlafen? Weicheier!

Tatsächlich schläft Kind 2.0 irgendwann auch ohne Ton weiter, um 7 Uhr stehen wir dann aber auf, wie immer für gut eine Stunde, bevor Kind vor Müdigkeit oder Hunger oder beidem wieder gen Bett bewegen muss. Gegen Achtuhrirgendwas stehen die Liebste plus Kind 2.0 dann wieder auf. Währenddessen Kind 1.8 plus Cousine und Cousin so langsam erwachen und einfach losspielen. Die haben Arbeit. Gegen später kommen die ausquartierten Eltern vorbei und bereiten das Frühstück vor.

Nach der Ankunft am Sonntag und dem gestrigen Veloausflug alle zusammen geht es heute ruhiger zu, langes Frühstück, ab 10 kann ich mich auch daran beteiligen, um dann gegen 11 wieder Kind 2.0 für einen Schlafslot abzuzweigen. Ist zwar um 12 wieder wach, aber nicht glücklich, in der Wippe fallen wieder die Augen zu, aber nur so lange, wie eine Hand oder ein Fuss zu spüren ist. Mit dem Fuss wird gewippt, mit den Fingern geschrieben und gesurft und die grossen Kinder spielen dazu mit einem Bauernhofplaymobil. Draussen im Garten schleicht die Katze umher, die zuvor von den Kindern zwangsbeglückt wurde und jetzt eher auf Abstand bleibt.

Irgendwie wird das heute nicht so recht mit Kind 2.0, jedenfalls gehen Mutter und Kind um halb Zwei wieder zum schlafen, die Eltern der Cousinenkinder in die Stadt zum „lèche-vitrines“ und die Kinder gucken Filme auf dem ipad. Daneben werden Klamotten verräumt und Fotos bearbeitet. Um 3 ruft die Dreierbande „LANGWEILIG!!!!“. Helfen wir einfach, die Tür zu finden.

Kind 2.0 wird zwar wach, ist aber unglücklich, das endet in einem Spaziergang in der Manduca, den wir punktgenau 2 Stunden nach der letzten Mahlzeit um 17.30 Uhr beenden. Allerschönster Sonnenschein draussen, tolle Luft, Magnolienexpolsion überall. Die Dreierbande kommt mit den anderen Eltern heim und bereitet das Schnitzelabendessen vor und Kind 2.0 baut schon wieder ab. Also später essen. Die anderen spielen derweil „Ubongo“ und baden das wieder ausgeschlafene Kind, das jetzt sogar lächeln kann. Allerdings nur so lange, wie sie wieder müde ist, da ist dann wieder der Papa gefragt, der heute genau kontrolliert wird beim einschlafen, dass das alles richtig läuft. Das dauert. Lange.

Um 9 geht dann auch die Dreierbande zum schlafen ins Kinderzimmer und wird schnell sehr ruhig. Noch ein bisschen Elternsocialising. Danach noch Film gucken, Duschen und so ähnliches und dann Bett, Kind füttern, hoffentlich schlafen.

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