WMDEDGT 02/2016

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Frage ich mich mindestens so oft wie Familie Brüllen.

Ja ich weiss, bin spät dran damit, aber noch ist das Vierergespann nicht eingespielt und so ein superfleissiger Blogger bin ich nun auch nicht.

7 Uhr Aufstehen
Kind 1.8 per Velo zur Schule bringen, danach Croissants und Petit Pain für Großelternbesuch einkaufen, was eine kleine Morgenrunde ergibt. Geht schnell, ist lecker und wenn die Blätterteigbackwaren im Backofen warm gehalten werden sind sie einfach süchtigmachend.
8.45 Uhr Wieder daheim, Frühstück vorbereiten, Hundesitter von Oma ruft an, der läufigen Hündin geht es soweit gut. Derweil beschäftige ich mich damit die Katze durchs Haus zu jagen und rauszuwerfen in den Garten, weil sie am Schinken auf’m Esstisch genascht hat, dieses Pubertier!
9.30 Uhr Kind 2.0 begrüssen, mit runternehmen zum Frühstück, Fernbedienung der Küchenlautsprecher mit einer rätselhaften Bewegung im Öl des Backblechs ertränkt. Fängt ja gut an.

10.00 Uhr, Liebste und Oma bei der Vorbereitung helfen für einen Spaziergang mit Kind 2.0, sind aber um 11.15 Uhr wieder zurück, der Nieselregen ist stärker als der Frischluftbedarf.
Dazwischen Socialising mit Opa, eigenes Brot für den Ofen vorbereiten, Sachen für Besorgungen vorbereiten, Paket mit Radzeug in Empfang nehmen und auspacken, Verschleißteile für’s Jahr sind da, Helm und Sattelbezug für Freunde raussuchen zum weitergeben.

11.45 Uhr, ins KFZ und los, Uhr zur Reparatur, eigentlich ja „nur“ ein Batteriewechsel an einem Schweizer Qualitätsprodukt, aber was für eine Odyssee (zuvor mehrfacher rätselhafter Mailverkehr in mehreren Sprachen), Velorahmen zum Schrauber für Sachen die ich nicht selber machen kann (gibt es wirklich!), Farbe, Schleifpapier und Geschenk für Freund besorgt, dessen Geschenk mir einmal kurz vor dem Eintreffen auf der Party verloren gegangen ist. Ärgerlich.

13.45 Uhr zurück, blöder Mittagsverkehr, Kind 2.0 hat gebrüllt wie am Spiess, Liebste am Ende, braucht Pause, ich brauche Espresso, besser gleich 2, Kind in die Manduca zum schlafen, lange. Durchatmen.

14.30-14.40 Uhr Rechner an, E-Mails schreiben, schnellschnell, Geburtstagsgrüsse übermitteln, Reklamation verfassen (mal sehen was mit der Fernbedienung wird…)

15.00-16.00 Uhr, Pause mit Kind 2.0, eingeschlafen.

16.30 Uhr, Kind 1.8 packt für Skiurlaub mit Oma und danach zum Hornunterricht mit der Liebsten. Kind 2.0 bleibt frisch gefüttert hier, nachdem unzufrieden mit sich und der Welt, wieder in die Manduca und schläft ziemlich schnell wieder ein.
Zeit die Reklamation zu beenden und einen Download zu starten, der dauern wird.

Dazu Socialising mit Großeltern und Futter für die Katze. Die sich mal wieder über die Schlechtigkeit der Welt bei mir beschwert (Warum gerade mich? Bin ich Kim Jong-Un?).

18.00 Uhr Eine kleine Webrunde (u.a. dieser Text), schnellschnellschnell, dann essen machen (Reis mit irgendwas Gemüsigem), Schimmel im Blumenkohl erst gesehen als er mit allem in der Pfanne lag, da war dann erstmal die Laune ein wenig angekratzt. Ein wenig mehr.
19.15 Uhr, Trotzdem was gegessen, danach werden die Großeltern Richtung Übernachtungsgelegenheit kutschiert und ich schaue was Kind 2.0 so will. Weiss es nicht recht, aber von meinem Arm runter will es nicht, irgendwann einigen wir uns darauf, dass ich zur Toilette gehe und sie dann in die Manduca nehme, wo prompt Frieden und Schlaf einkehren. Während die Liebste die Küche räumt, nehme ich mir die vom Regen gerosteten Ketten an meinem Rad und dem von Kind 1.8 vor, dazu schnarcht Kind 2.0 in der Manduca.

22.00 Uhr, die Liebste hat einen alten Rechner mit altem OS (Betirebssystem ist ein langes umständliches deutsches Wort und gewinnt dadurch keinen Bedeutungsgewinn) und das soll so bleiben. Jetzt hat sie aber das ipad an Kind 1.8 und Großeltern gegeben für das Skypen während dem Skiurlaub der beiden. Auf dem alten Rechner funktioniert Skype nicht mehr und ich weiß nicht mehr wann das Gegenteil der Fall war. Sie hilft sich zum Schluss doch lieber selbst.
Katze beklagt sich noch immer über die Ungerechtigkeiten dieser elenden Welt. Nietzsche gelesen, zuviel davon? Alles Mögliche vergessen, morgen muss ich um 5 Uhr raus, damit Kind 1.8 und Oma den Zug gen Skiurlaub kriegen und noch ist nicht 23 Uhr, mal sehen wie das mit dem Zubettgehen wird…

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