Kinderarbeit (Der Auszug aus dem Pukyversum)

Wir haben ja eigentlich schon sehr viel (natürlich nie alles) zum Thema Kinderräder gesagt. Glücklicherweise kann man auch einmal gute Nachrichten verbreiten, auch wenn sie dünn gesät sind.

 

Federleicht

Der Name der Firma und ihrer Produkte ist Programm. Die Produkte aus österreich sind wertvolle und v.a. hochwertige Lückenschliesser, gerade bei Kurbeln in den Abmessungen 105 bis 160 mm kann man das kaum hoch genug einschätzen. Verschweigen wollen wir auch nicht, dass man auch komplette Räder anbietet, die leider, wie auch so manches Teil, ihren Preis haben. Den hätten sie allerdings auch als „vollwertige“ Erwachsenenräder.

 

i:SY

Richtig neu ist weder das Rad, noch die Idee, noch das Konzept. Man muss aber der Firma und ihren Modellen unterstellen, dass sie Nebeneffekte gerne mitnehmen. Interessant ist zweierlei, erstens das Radgrössen nicht wichtig sind, wird deutlich unterstrichen, zweitens ermöglicht der Rahmenzuschnitt viel Grössenflexibilität, also auch das vielgeforderte Mitwachsen, gerade in der Pubertät mit ihren Wachstumsschüben kein kleines Pfund mit dem das i:SY wuchern kann. Dazu gibt es eine Variante mit Stahlrahmen, sowie echte Individuallösungen, wenn nötig (der Konfigurator ist aber schon recht umfangreich). Das hat zwar seinen Preis, der aber im Vergleich mit „normalen“ Rädern recht zivil ausfällt und eben über grosse (Wachstums-) Bereiche einen Neukauf vermeidet.

 

Woom

„Das bessere Kinderrad“, ja die nehmen den Mund ganz schön voll. Das Programm ist aber nicht schlecht und die Option des „Upcyclings“, also des Rücktauschs des „alten“ Rades gegen ein Neues ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Positiv erwähnen möchten wir, dass man dem Drang zu „cooler“ Optik mit den dann obligatorischen Federgabeln nicht nachgegeben hat und trotzdem ist das Ergebnis optisch ansprechend.

 

Krügers Primus

Da geht noch was, aber der Rahmen gefällt mir. Ausserdem die Reduktion auf das eine Modell und sonst erstmal nix. Ob es wirklich Rollenbremsen und Rücktritt sein müssen lassen wir mal dahingestellt, aber insgesamt bekommt ein solides und alltags- wie reisetaugliches Rad für’s Kind. Viel richtig gemacht.

 

Mehr nicht?

Naja, das fehlt sicher noch was, was wir gerade nicht auf dem Radar haben. Letztlich gibt es aber eine erschreckende Eintönigkeit im Markt für Kinderräder. Meist ist es billig (im negativen Sinn) und schwer und teilweise gibt es nicht einmal als Option eine Lichtausrüstung. Deswegen wollten wir die obigen Lichtblicke nicht einfach untergehen lassen. Allen Eltern, die sich fragen, ob sie in einer grösseren Stadt ihre Kinder nicht nur allein fahren lassen wollen, sei zudem die „FollowMe“-Kupplung wärmstens ans Herz gelegt. Fahrdynamisch ist es ein tolles Stück schweizer Wertarbeit.

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