Elend im Pukyversum Teil 4 und Schluss, Aus, Ende ohne Lösung

Die ersten drei Teile haben ja das Thema an und für sich recht umfassend behandelt und eine mögliche Lösung vorgestellt. Muss man jetzt noch irgendwas sagen?

Leider ja, denn diese Lösungen sind bisher absolute Nischen. Und aus dieser Nische sollten wir raus, denn wir können nicht noch mehr und noch mehr Autos nutzen und noch mehr und noch mehr Strassen neu bauen und instand halten. Es gibt wichtigeres im Leben.

Davon wollen wir mehr und noch mehr? ©My Friend, Wikipedia Commons

Davon wollen wir mehr und noch mehr? ©My Friend, Wikipedia Commons

Dazu braucht es aber auch ganz altmodisches Mitdenken. Zum Bsp. dass Eltern mit Geld an Eltern mit deutlicher weniger Geld denken und gute Räder weiter reichen, ohne Unsummen dafür zu verlangen, oder einfach eine Leihgebühr arrangieren. Wenn gute Räder erst einmal 10 oder mehr Jahre halten und jedes Kind fährt 2-3 Jahre, dann sind das 3-4 Kinder oder mehr, die damit einwandfrei fahren können und glücklich ihre Räume per Velo erweitern können.

Die schlechte Nachricht dazu ist, dass die Firma Velotraum ihre Serien von Kinderfahrrädern von herausragender Qualität eingestellt hat. Damit wird es noch schwieriger, derartige Räder für Kinder zu realisieren.

Was nicht heisst, dass es diese nicht gibt. Doch ohne Velotraum sind wir wieder um eine Lösung ärmer und dem Gang zum Rahmenbauer einen Schritt näher. Das können sich noch weniger Leute leisten. Leider.

Ist das noch Romantik oder Weltfremdheit? Vielleicht. Wir fahren Rad nicht aus Einsicht, sondern weil es uns Spass macht und den Kindern auch Spass machen soll. Aber Einsicht wäre nicht der schlechteste Grund mehr Rad zu fahren. Es ist etwas womit sich viele Eltern schwer tun und deshalb wollen wir Lösungen zeigen dass es geht und wie es geht. Damit Eltern mit Kindern auf jeweils eigenen Rädern wieder ein normaler Anblick werden. Damit die erste Frage nicht lautet „Ist das nicht gefährlich?“, sondern „Wo habt ihr eure Räder her?“

Denn wenn es schon schwierig ist die selbstverständliche Frage zu stellen: „Ist Mobilität perse immer gut?“, sollten wir wenigstens nicht vor der Frage weglaufen „Welche Mobilität wollen wir?“

So viel Träume brauchen wir, sonst können wir es gleich sein lassen.

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Eine Antwort zu “Elend im Pukyversum Teil 4 und Schluss, Aus, Ende ohne Lösung

  1. Man könnte sich zu diesem Thema unzählige Fragen stellen. Wozu brauchen wir diese Mobilität überhaupt ? Was ist sie uns wert ? Müssen wir dem Mobilitätswahn immer folgen ?

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